Unser Projekt

Ein Projekt der HEP 20 im Sommersemester 2025 

Wir – die Klasse HEP 20, angehende Heilerziehungspfleger:innen im 2. Ausbildungssemester – haben uns im Sommersemester 2025 intensiv mit dem Thema ästhetische Bildung im Kontext der Heilerziehungspflege auseinandergesetzt. 

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage:
 Wie kann kreatives Gestalten Menschen mit Beeinträchtigung in ihrer Wahrnehmung, Ausdrucksfähigkeit und Lebensfreude stärken? 

Auf dieser Webseite zeigen wir eine Auswahl unserer eigenen Kunstwerke aus dem Bereich Holzgestaltung. Die Arbeiten wurden in fast ausschließlich mit Naturmaterialien erstellt, insbesondere Holz in all seinen Formen. 

🌳 Warum gerade Holz? 

Holz ist lebendig, vielseitig und spricht viele Sinne an. Es lädt ein zum Fühlen, Riechen, Hören und Staunen. Beim kreativen Gestalten wird nicht nur die Fantasie angeregt – sondern auch das Selbstwertgefühl, die Konzentration und die Beziehung zur Umwelt gestärkt. Gerade in der Heilerziehungspflege kann Holzgestaltung zu einer wertvollen Methode werden, um Menschen mit Beeinträchtigungen ganzheitlich zu fördern. 

Ästhetische Bildung trifft Praxis 

Unsere Werke verstehen wir nicht nur als künstlerische Ergebnisse – sondern auch als Impulse für die Praxis:
 Wie lassen sich einfache Materialien in sinnstiftende Angebote verwandeln? Wie entsteht Kommunikation über Kunst? Wie erleben Menschen mit Unterstützungsbedarf kreative Prozesse? 

Diese und viele weitere Fragen haben uns begleitet – und finden vielleicht in euren Einrichtungen neue Antworten. 

Viel Freude beim Stöbern, Inspirieren und Weiterdenken!

Ästhetische  Bildung in der Heilerziehungspflege


Ästhetische Bildung bedeutet: Menschen lernen mit ihren Sinnen. Sie sehen, fühlen, riechen, hören – und machen dabei Erfahrungen, die weit über das bloße Tun hinausgehen. Besonders in der Heilerziehungspflege spielt diese Form des Lernens eine zentrale Rolle, denn viele Menschen mit Beeinträchtigungen können sich nur schwer über Sprache ausdrücken.

Das kreative Gestalten mit Holz eröffnet ihnen neue Wege, sich mitzuteilen, sich auszuprobieren und ihre Umwelt auf eigene Weise zu erfahren. Holz ist ein lebendiges Material: Es ist rau oder glatt, warm oder kühl, es riecht, hat Struktur, Gewicht und Geschichte. Diese Sinneseindrücke fördern nicht nur die Wahrnehmung, sondern auch das Körpergefühl, die Konzentration und das Selbstvertrauen.

Beim Arbeiten mit Holz geht es nicht darum, perfekte Kunstwerke zu erschaffen. Viel wichtiger ist der kreative Prozess: das Auswählen, Ordnen, Legen, Kleben oder Kombinieren von verschiedenen Holzstücken. In diesem Prozess erleben die Beteiligten Selbstwirksamkeit, Ausdrucksmöglichkeiten und oft auch eine tiefe Form der Ruhe und inneren Sammlung.

So wird Holzgestaltung zu einem kraftvollen Medium – nicht nur der ästhetischen Bildung, sondern auch der Beziehungsgestaltung und Selbstentfaltung.